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Hirzenhain (Oberhessen)

 


Geschichtsdaten

1357 = Marienkapelle (Augustiner-Klosterkirche) wird erstmalig ur-kundlich erwähnt, und Usenborn unterstellt.

1375 = Waldschmiede zur Eisengewinnung, später Buderus'sche Eisenwerke

1431 = Marienkapelle (Augustiner-Klosterkirche) wird eigenständig an Hirzenhain übertragen.

Ein reger Ablaßhandel findet statt, zur Unterhaltung, zum Erhalt, und zum Ausbau des Kloster.

1435 = Erste Geistliche bewohnen die Klosterkirche, bauen einen geschlossenen Mauerring, mit Klosterschänke,

Weinberge und Karpfenteichen darin.

1437 = Klostergründung und Ausbau der Marienkapelle zur Augustiner-Klosterkirche.

1444 = Waldschmiede geht in den Besitz der Augustiner-Klosterkir-che über.

1448 = Feierliche Einweihung des Kloster mit Gelübte zur: Enthalt-samkeit-Ehelosigkeit-Armut.

Hauptaufgaben der Mönche = Kopieren von theologischen Schriften, Abhalten kanonischer Stundengebete.

1534 = Wegen "schreiender Mißstände" (Wasser predigen und Wein saufen) wurde das Kloster dem Grafen von  Königstein überstellt.

1559 = Die letzten beiden Mönche verlassen das Kloster, nachdem die Reformation eingeführt wurde.

1569 = Gründung einer evangelischen Lateinschule in der Kloster-kirche.

1689 = Beginn der ev. Pfarrgemeinde Hirzenhain, mit regelmäßiger Gottesdienste.

1882 = Nur die Marienkapelle durfte bis dato als Kirche benutzt wer-den. Das Hauptschiff wurde von Buderus als

Lagerraum benutzt, und nunmehr der Kirche vollständig überlassen.

1888 = Hirzenhain wird an das Eisenbahnnetz (Stockheim-Gedern) angebunden.

1968 = Renovierung und Restaurierung der Kirche (bis 1978), mit dem Einbau einer Bodenheizung.

1980 = Eisenbahngleise werden demontiert.

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BILD 1

Ehemalige Arbeitersiedlung der Buderus-Werke.

Gebaut wurden diese Häuser vermutlich in den goldenen 20er Jahren des 19. Jahrhundert.                                                                         

Die Firmenphilosophie lautete seinerzeit:

Nur wenn es der Belegschaft gut geht, dann geht es auchdem Unter-nehmen gut. So konnten hier Arbeiter preiswert wohnen.    

Das Foto wurde vermutlich in der 30er Jahren gemacht

BILD 1A

 

 

Gleicher Ort 70 Jahre später, im Jahr 2005

BILD 2

 

Das alte Backhaus in der Arbeitersiedlung.

Hier haben die Menschen vor, während, und nach dem II.-Weltkrieg ihr Brot gebacken. Später wurden Teile als Lagerräume verwendet, oder zur Haltung von Kleintieren, wie Hühner und Hasen.

In dieser Siedlung hielten die Menschen zusammen, solange alle Mieter bei Buderus arbeiteten, oder die Frauen Witwen ehemaliger Buderusarbeiter waren.

Stadtverwaltung

 

Hier befand sich das Konsum-Gebäude. (Heutige Stadt-Verwaltung)  In diesem Gebäude konnten die Arbeiterfamilien, wie auch der Rest der Bevölkerung, billig einkaufen.

Grundschule

 

Die Hugo-Buderusschule, erbaut um 1969. Selbst um die Bildung machte sich der Weltkonzern Buderus Gedanken, und ließ für Hirzen-hain und den Nachbargemeinden eine Grundschule errichten, für die Schulklassen 1 - 4.